Das ehemalige Grundstück der Nikolaikapelle wurde mit Basaltplatten markiert und kann heute betreten werden.
Die Nikolaikapelle in Hannover wurde zwischen 1250 und 1284 erbaut und gilt als das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt. Sie befand sich ursprünglich außerhalb der Stadtmauern, um als Leprosenkapelle zur Vermeidung von Infektionen zu dienen. 1325 wurde ein gotischer Chorraum hinzugefügt, und die Kapelle erhielt ihren Namen nach dem Heiligen Nikolaus. 1284 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt, als „Leprosenkapelle außerhalb der Stadt“. Im 16. Jahrhundert erlangte die Kapelle Bekanntheit durch ein wundertätiges Bild des Heilands. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Bild vermutlich zerstört. Im Jahr 1664 war die Kapelle ein Ziel für die Menschen aus der Umgebung, die dort ihre Toten beerdigten. 1824 wurde der benachbarte Anbau abgerissen, der zur Kapelle gehörte. Ab 1864 diente sie als Gotteshaus für die neu gegründete Gemeinde der Nordstadt. 1869 wurde die Nikolaikapelle an die englische Gemeinde vermietet und von Conrad Wilhelm Hase umgebaut. Nach dem Ersten Weltkrieg und der Auflösung der englischen Gemeinde wurde die Kapelle bis zum Zweiten Weltkrieg von verschiedenen freikirchlichen Gemeinden genutzt. Heute ist die Nikolaikapelle eine Ruine und steht als Baudenkmal unter Schutz.
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