Ingenieurbauwerke

Dornröschenbrücke: Die neue Planung wird umgesetzt

Mit Neubau in Endlage und flexiblerem Material lässt sich der Kostenrahmen einhalten.

So ist es geplant: mehr Platz für den Radverkehr, lockere Sitzgruppen mit Beleuchtung (GRBV Ingenieure im Bauwesen)

Die über 60 Jahre alte Dornröschenbrücke weist bauliche Defizite auf. Diese sind mit einer Sanierung nicht wirtschaftlich zu beheben. Die Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover hat einen Neubau geplant, der den Ansprüchen an Querung und Aufenthalt gerecht werden kann.

Zunächst war beabsichtigt, den Ersatzneubau neben der bisherigen Brücke zu errichten und dann einzuschieben. Die öffentliche Ausschreibung hatte jedoch ergeben, dass eine Umsetzung dieses Entwurfs nicht im geplanten Kostenrahmen machbar war. Daher hat der Fachbereich Tiefbau die Planung überarbeitet.

Wo lassen sich Kosten einsparen?

Es ist wirtschaftlicher, die Brücke erst abzureißen und an gleicher Stelle neu zu errichten. Die Konstruktion als Spannbetonbrücke – wie im Bestand – lässt ein flexibleres Vorgehen zu und benötigt kein zusätzliches tragendes Element wie die lange Bank in der Mitte. Stattdessen ist eine lockere Möblierung mit einzelnen Sitzelementen und Beleuchtung vorgesehen. Bei der Breite der Fuß- und Radwege wird nicht gespart.

Mit variablen Pontons statt einer statischen Arbeitsplattform geht der Abriss der alten Brücke leichter und schneller voran. Wasserfahrzeuge können die Baustelle bis auf eine kurze Zeitspanne passieren. 

Die politischen Gremien der Landeshauptstadt Hannover haben der Planung bereits zugestimmt. Die wasserrechtliche Genehmigung wird kurzfristig erwartet.

Baustelleneinrichtung im Frühjahr 2027

Die erneute Ausschreibung wird im Herbst 2026 beginnen. Der Auftrag soll Ende 2026 erteilt werden. Von Januar bis April 2027 wird die Baustelle eingerichtet. Verläuft alles nach Plan, kann die Dornröschenbrücke im Herbst 2028 wieder genutzt werden.

Was bisher geschah

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