An der Auspflanzungs-Zeremonie des Hibaku jumoku Ginkgo-Baums der Landeshauptstadt Stuttgart nahmen Vertreter*innen des japanischen Generalkonsulats in München, der japanischen Community in Stuttgart sowie Mitglieder örtlicher und regionaler Friedensgruppen teil. Dazu gehörten Stuttgarts Bürgermeisterin Dr. Alexandra Sußmann, der Generalkonsul Kenichi Bessho aus München, die honorarkonsularische Vertretung Japans in Stuttgart, Vertreter*innen der Friedensbewegung und viele weitere Gäste.
Im Stuttgarter Japan-Garten im unteren Schlosspark wurde der Ginkgo-Baum eingepflanzt, dessen Samen von einem sogenannten Hibaku jumoku stammt – einem Baum, der den Atombombenabwurf auf Hiroshima im Jahr 1945 überlebte. Dieses lebende Mahnmal soll Hoffnung, Resilienz und das unermüdliche Streben nach einer atomwaffenfreien Welt symbolisieren. Die Stadt Stuttgart hat damit ein Zeichen für Frieden und gegen Atomwaffen gesetzt.
Bürgermeisterin Sußmann: „Mit der Pflanzung dieses Ginkgo-Baumes, eines Hibaku jumoku, unterstreichen wir die Bedeutung des Friedens und die Dringlichkeit der Abschaffung von Atomwaffen. Dieser Baum steht für Hoffnung und Beständigkeit und erinnert uns daran, unsere Anstrengungen für eine sichere Zukunft fortzusetzen.“
Die Veranstaltung fand im Rahmen des internationalen Netzwerks Mayors for Peace statt, dem Stuttgart neben Hannover seit vielen Jahren angehört. Ein besonderes Highlight der Zeremonie war eine künstlerische Aktion des Stuttgarter Künstlerduo ShoSho, bestehend aus Junko Yamamoto und Kanoko Hashimoto. Ihre Performance „Gästebuch für einen Baum – Hibaku jumoku Ginkgo“ unterstrich die symbolische Bedeutung des Ginkgo-Baumes visuell wie emotional und machte den Friedensgedanken künstlerisch erlebbar.
Mit dieser Aktion reihte sich Stuttgart in die weltweite Initiative ein, Samen und Setzlinge von Hibaku jumoku zu pflanzen, um das Bewusstsein für Frieden und die Folgen von Atomwaffen zu schärfen. Der Ginkgo im Japanischen Garten wird als dauerhaftes Mahnmal dienen und die Botschaft des Friedens für kommende Generationen lebendig halten.